Posts Tagged ‘Jahresarbeit’

Fazit

Posted in Fazit, Jahresarbeit on März 16th, 2010 by Constantin – 1 Comment

Rechtsradikale Gruppen in Deutschland und auf der ganzen Welt
haben das Internet längst als günstige Plattform entdeckt, um
Propaganda in vielen Formen an den Mann zu bringen. In Deutschland
hat der Rechtsradikalismus im Internet mit dem Auftauchen regionaler
Neo-Nazi-Kameradschaften eine neue Dimension angenommen. Im
Jahr 2007 betrug die Zahl rechtsextremer Internetangebote 1635 und
sie steigt weiter (Quelle: jugendschutz.net). Gruppen, welche sich im
Kern auf Carl Schmitt, einen der prägendsten und am aktivsten
publizierenden Alt-Nazis der Nachkriegszeit, und dessen Theorie vom
„Ethnopluralismus“ berufen, versuchen Jugendliche mit
Gemeinschaftsunternehmungen und rebellischem Outfit zu locken. Da
die rhetorisch geschickt verfassten Texte auf den meisten der Seiten
strafrechtlich nicht verfolgt werden können, müssen andere Wege
gefunden werden, um vor allem Jugendliche mit Hilfe demokratischer
Mittel vor Agitation zu schützen. Während sich Filterprogramme dabei
als unwirksam, da von Jugendlichen leicht zu umgehen, erwiesen
haben, zeigten Hinweise von Seiten antirassistischer Projekte an die
Provider mehr Erfolg. So entfernten z.B. 98% der von
jugendschutz.net dazu aufgeforderten Provider rechtsextreme Inhalte.
In sog. Social Communities, in denen Nutzer selbst Inhalte verfassen
und verändern können und welche hauptsächlich von Jugendlichen
genutzt werden, ist eine stärkere kontrollierende Präsenz der
Betreiber notwendig. Denn auch hier verbreiten Neo-Nazis Hass-
Botschafen. Um diese in der ständig wachsenden Masse an
Informationen (und Nutzern) effektiv entfernen zu können, ist mehr
50
4 Fazit
technischer und personeller Aufwand notwendig. Ein weiterer
notwendiger Schritt ist hier die Thematisierung von
Rechtsextremismus und Diskriminierung bei Jugendlichen. Auch
Communities wie SchülerVZ sollten rechtsextreme Inhalte auf der
Seite nicht unter den Tisch kehren, sondern offen ansprechen, um die
Jugendlichen von vornherein für rechte Propaganda zu sensibilisieren.
Meiner Meinung nach sollten auch Anti-Rassismus-Portale eine
aktivere Rolle spielen, das heißt direkt Jugendliche im Internet
ansprechen und einfach zu merkende Grundsätze im Umgang mit
Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit wie z.B. Argumentationshilfen
bereitstellen. Denkbar wäre auch ein Mitmach-Portal im Stil von Blogs
oder Social-Communities, an deren Erstellung bzw. Verwaltung
Jugendliche selbst beteiligt werden. Denn Jugendliche können sich
untereinander oft besser unterhalten. Dazu wäre natürlich ein starkes
Engagement notwendig.
Was die strafrechtliche Verfolgung der Urheber rechtsextremer Inhalte
angeht, bleibt zu hoffen, dass Richter auch in Zukunft zu Gunsten des
Ubiquitätsprinzips entscheiden. Denn das Internet an sich hat keine
Geographie, es ist gewissermaßen ubiquitär und das gilt es bei der
juristischen Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Es darf schlicht
und einfach keine Rolle spielen, von wo aus Inhalte ins Web
eingespeist werden.
Letztendlich bleibt noch die Verantwortung des einzelnen Surfers im
WWW, verhetzende, diskriminierende und sonstige rechtswidrige
Inhalte zu registrieren und eine entsprechende Meldestelle bzw. den
Betreiber des Portals davon in Kenntnis zu setzen, was meist nur
wenige Klicks erfordert. Doch diese Mühe sollte es einem wert sein,
wenn man damit dem Hass im Netz etwas entgegensetzen und so
auch andere schützen kann.

Online-Projekte gegen Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus

Posted in Gegenstrategien, Hauptteil, Jahresarbeit on April 22nd, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Seitdem sich das Internet als Medium gesellschaftlich etabliert hat und rechtskonservative wie rechtsradikale und rechtsextreme Gruppen und Organisationen es für sich entdeckt haben, gibt es auch diverse Online-Projekte, welche sich mit den Themen Extremismus und Rassismus im Internet beschäftigen. Vorwiegend wollen diese meist redaktionell professionell vorgehenden Organisationen Informationen über aktuelle Ereignisse im „rechten Lager“ einem breiten Publikum zugänglich machen bzw. Strategien gegen rechtsextreme Propaganda aufzeigen. Die meisten der Seiten sind Plattformen unabhängiger und überparteilicher Kleingruppen und Stiftungen, welche sich für zivilgesellschaftliches Engagement aussprechen, es finden sich aber auch Seiten wie jugendschutz.net, welche durch die Landesjugendbehörden beauftragt und eingerichtet wurde, oder die Website ENDSTATION.RECHTS, welche von den JungsozialistInnen der SPD Mecklenburg-Vorpommern „als eine gegen die NPD gerichtete Wahlinitiative“ gegründet wurde.

Im folgenden werden einige Website exemplarisch kurz vorgestellt:

2.2.3.1 jugendschutz.net

jugendschutz.net  wurde 1997 gegründet, um die Obersten Landesjugendbehörden bei der Durchsetzung des Jugendschutzes im Internet zu unterstützen. Die Unterstützung besteht darin, Web-Inhalte, welche gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verstoßen, dem jeweiligen ISP (Internet Service Provider) sowie Prüfstellen wie der Freiwilligen Selbstkontrolle und der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zu melden und ggf. für deren Entfernung zu sorgen. Verstöße können ebenfalls über eine Hotline gemeldet werden. Neben umfangreichen Informationen zu jugendschutzrelevanten Themen auf der Website, bringt jugendschutz.net regelmäßig Broschüren und Berichte heraus, so z.B. im Dezember 2005 die 44-seitige Broschüre „Vernetzter Hass im Web – was tun?“ und im Mai 2008 den Projektbericht 2007 („Hass im Netz wirksam bekämpfen“) sowie versch. „pädagogische Handreichungen“.

Darüber hinaus veranstaltet jugendschutz.net Schulungen und leistet Aufklärungsarbeit an Schulen.

2.2.3.2 gesichtzeigen.de

„Der Verein Gesicht Zeigen! Aktion für ein weltoffenes Deutschland e.V. ist von Uwe-Karsten Heye, Paul Spiegel und Michel Friedmann im August 2000 mit dem Ziel gegründet worden, gegen rechte Gewalt aktiv zu werden und für ein weltoffenes Deutschland einzutreten.“ schreibt der Verein über sich selbst. Die Arbeit des Vereins besteht dabei hauptsächlich in der Entwicklung bzw. Durchführung von z.T. bundesweiten Aktionen wie der „Aktionswoche gegen Rassismus“, öffentlichen Kampagnen (z.B. in Form von Kinowerbung) und Unterstützung bestehender Projekte (z.B. Vermittlung Prominenter für Gesprächsrunden u.ä.).

Auf der Website finden sich aktuelle Informationen zu Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus und Rassismus, Literatur-Tipps und Hinweise, um selbst aktiv zu werden, Publikationen des Vereins sowie Promotion-Produkte.

Dabei bleibt der Verein unabhängig von Parteien und Institutionen, weshalb er sich ausschließlich aus Spenden, Mitglieds- und Sponsorenbeiträgen finanziert.

2.2.3.3 ENDSTATION.RECHTS

Die Website ENDSTATION.RECHTS wurde anfang des Jahres 2006 „von den JungsozialistInnen in der SPD MV (Mecklenburg-Vorpommern, A. d. A.) als eine gegen die  NPD gerichtete Wahlinitiative“ gegründet. Nachdem die NPD schließlich doch in den Landtag Mecklenburg-Vorpommern einzog, wurde das Projekt zum einem generellen Informationsportal über die Tätigkeit der NPD im Landtag ausgebaut. In seiner Berichterstattung, welche aus Videobeiträgen und „der Kommentierung ernstzunehmender Entwicklungen und Organisationen des rechtskonservativen Lagers“ besteht, versteht sich das Portal pluralistisch, was heißt, dass auch rechtskonservative Meinungen („die sich jedoch ausdrücklich noch innerhalb des Verfassungsbogens bewegen“) zu Wort kommen.

Als Kulturprojekt gegen Rassismus und Diskriminierung startete ENDSTATION.RECHTS „crossover gegen Rechts“ , in dessen Rahmen sich jugendliche Musiker gegen Rassismus aussprechen. 2006 fand ein Band-Contest statt.

In einem Shop lassen sich Promotion-Artikel von ENDSTATION.RECHTS erwerben.

Filterprogramme und Kontakt zu den Providern

Posted in Gegenstrategien, Hauptteil, Jahresarbeit on März 9th, 2009 by Constantin – Be the first to comment

2.2.2.3 Filterprogramme

Damit Jugendliche gar nicht erst in den negativen Einfluss rechtsradikaler Propaganda geraten, müssen entsprechende Inhalte soweit wie möglich entfernt oder außer Reichweite von Jugendlichen gebracht werden. Eine Möglichkeit besteht im Einsatz von Filterprogrammen. Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass solche Programme nicht wirksam genug arbeiten. Und selbst, falls solche Programme ausreichend funktionieren würden, haben Jugendliche meist die nötigen Kenntnisse, um diese auszuschalten oder sie weichen auf „ungeschützte” Rechner (z.B. im Internet-Café) aus. Ganz abgesehen davon stellt sich die Frage

read more »

Multimedial – auf der Höhe der Zeit

Posted in Gegenstrategien, Hauptteil, Jahresarbeit, Rechte Inhalte im Netz on März 3rd, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Immer häufiger werden von rechtsradikalen Websites auch multimediale Elemente wie Flash-Animationen und Musik-Player zusammen mit professionellem Webdesign im Web 2.0 -Stil verwendet, welche eine zusätzliche Anziehungskraft auf Jugendliche ausüben. Ebenso häufig werden Symbole und Parolen anderer Szenen wie z.B. Che-Guevara-Konterfeis und der Slogan „Good Night, White Pride“ umgeändert und für eigene Zwecke missbraucht, siehe Kapitel „Die Website der AG-Rheinland“, was auf Jugendliche meist harmlos wirkt.


read more »

Bekämpfung von Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus im Internet

Posted in Gegenstrategien, Hauptteil, Jahresarbeit on Februar 27th, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Ohne Zweifel stellt die wirksame Bekämpfung von Rechtsradikalismus im Internet eine schwierige Aufgabe dar. Dabei hat sich eine Kombination verschiedener Mittel als am wirksamsten herausgestellt, gerade aufgrund der großen Angebotsbreite rechtsradikaler und rechtsextremer Inhalte im Netz.

2.2.2.1 Neue Erscheinungsformen

Neben „herkömmlichen“ Websites mit hetzerischen Inhalten, sind im Zuge der Entwicklung des Internets hin zum „Web 2.0“ hauptsächlich zwei neue Faktoren hinzugekommen: Der Missbrauch von sog. Social Community-Portalen wie „SchülerVZ“ und das Hochladen rechter Videos auf Videoplattformen wie Youtube, welche sich großer Beliebtheit bei Millionen von Nutzern erfreuen.

Dieses breite Publikum eignet sich hervorragend, um rechte Propaganda zu verbreiten. Ein Problem dabei ist zweifellos auch die generell hohe Glaubwürdigkeit von Web-Inhalten bei Jugendlichen, was große Foren zu Verschwörungstheorien (Illuminaten, Freimaurer etc.) deutlich machen. Zumal sich eine Unterbindung jener verhetzenden Inhalte in Communities von derartiger Größe extrem schwierig gestaltet. Zwar sind Funktionen zum Melden „unangemessener“ Inhalte in vielen Portalen integriert, doch verlässt man sich hier immer noch auf das moralische Bewusstsein der Nutzer. Und selbst wenn, wie im Falle von rechtsextremen Videos auf Youtube , diese Funktionen auch eifrig genutzt werden, liegt es am Seitenbetreiber, die entsprechenden Videos zu entfernen, was in diesem Fall erst äußerst verzögert geschah: jugendschutz.net wies den Betreiber Google mehrmals auf die Videos hin, doch es geschah vorerst nichts. Seitdem die Videos schließlich gelöscht wurden, schloss jugendschutz.net eine „tragfähige Vereinbarung“ zur regelmäßigen Löschung entsprechender Videos. Doch obwohl jugendschutz.net regelmäßig Inhalte meldet, besteht das Problem weiterhin. Denn bislang wurden von Google noch keine wirksamen Maßnahmen getroffen, welche das Hochladen bereits gelöschter Videos verhindern (Quelle: jugendschutz.net, Projektbericht 2007).

Analyse des Textes „Der Gesetzgeber ist blind, wenn es gegen Deutsche geht“

Posted in Hauptteil, Jahresarbeit, Rechte Inhalte im Netz on Februar 22nd, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Am 26. Januar 2008 erschien auf der Website AG-Rheinland.net ein Artikel mit o.g. Titel, anhand dessen sich beispielhaft die Relativierungs- und Tatsachenverdrehungsversuche der Autoren darstellen lassen. Er beginnt ohne Umschweife mit einer indirekten Relativierung des Holocausts bzw. der volksverhetzenden Thesen der Anfang 2008 wegen Volksverhetzung verurteilten Sylvia Stolz2. Erwähnt wird nur, dass sie „revisionistische Thesen im Bezug auf längst vergangene Zeiten“ geäußert habe. Völlig aus dem Zusammenhang gerissen wird im nächsten Absatz Heribert Illig3 erwähnt, der  nach Meinung der Autoren anscheinend auch verurteilt werden müsste, da er „ohne weiteres behauptet, dass schlappe 300 Jahre Mittelalter erfunden sind“. Tatsächlich hat Illig eine entsprechende These vom „Erfunden Mittelalter“4 aufgestellt, welche von Fachwissenschaftlern als unwissenschaftlich, weil methodisch falsch erstellt, zurückgewiesen wird. Dass sich beide Thesen nicht analog betrachten lassen, ergibt sich aber schon allein aus der Tatsache, dass es sich bei dem einen Zeitabschnitt um jüngste deutsche Geschichte und bei letzterem um Rekonstruktionen von mehrere Jahrhunderte alten Geschehnissen handelt. Logischerweise ergibt sich auch nur aus der Leugnung belegter Tatsachen der Straftatbestand der Volksverhetzung, nicht aber aus wissenschaftlich zweifelhaften Schlussfolgerungen über wirklich längst vergangene Zeiten. Hier wird vom Autor versucht, den Eindruck zu erzeugen, das deutsche Rechtssystem sei willkürlich und ungerecht.
read more »

Rechtslage

Posted in Gegenstrategien, Hauptteil, Jahresarbeit on Februar 22nd, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Eine grundsätzliche Problematik bei der Strafverfolgung rassistischer und volksverhetzender Inhalte im Internet besteht darin, dass immer zwischen dem Grundrechte auf Meinungsfreiheit (der Autoren) und den entsprechenden Gesetzgebungen zur Wahrung der demokratischen Werte im Strafgesetzbuch (StGB) abgewogen werden muss. Für die Verbreitung rechtsextremer Inhalte im Netz relevante Straftatbestände im StGB sind:

§ 86a StGB, welcher die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wie z.B. der Sig-Rune, des Hakenkreuzes etc. sowie die Verwendung von Parolen und Grußformeln wie „Sieg Heil“ oder dem Hitlergruß unter Strafe stellt.

§ 90, § 90a und § 90b StGB, welche die Verunglimpfung des Staates, seiner Organe und Symbole verbietet.

§ 130 StGB, zur Volksverhetzung. Er verbietet Volksverhetzung und Holocaustleugnung, sowohl in der Öffentlichkeit, als auch auf geschlossenen Veranstaltungen wie Parteitagen.

§ 111 und § 130a StGB, welche Aufrufe zu Straftaten sowie die Billigung solcher bzw. die Verbreitung von Anleitungen, die dem Begehen schwerer Straftaten dienen  können, strafbar machen.

Da derartige Vorschriften in Nordamerika kaum existieren, werden (nicht nur) rechtsradikale Seiten mit strafrechtlich relevanten Inhalten über Server in den USA betrieben… read more »

Die Website der rechten Jugendorganisation „AG-Rheinland“

Posted in Hauptteil, Jahresarbeit, Rechte Inhalte im Netz on Februar 17th, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Die „Aktionsgruppe Rheinland“ ist eine der vielen derzeit auch im Internet sehr aktiven „Nationalen Sozialisten“ oder „Autonomen Nationalisten“. Angebote und Inhalte sowie die Aufmachung der Website sind dabei speziell auf Jugendliche zugeschnitten. Gekonnt wird dabei rechtsradikales Gedankengut mit aufreißerischen Kommentaren zum politischen Tagesgeschehen vermengt, sodass es nur selten auffällt, wenn z.B. Begriffe aus dem Dritten Reich verwendet werden.

2.1.2.1 Optik der Website

Insgesamt ist die Internetpräsenz der „AG-Rheinland“ zeitgemäß gestaltet. Auffallend ist vorallem die Farbgebung, während die Anordnung der Inhalte klassisch ist. Dominierende Farben sind (wahrscheinlich nicht nur wegen ihrer Signalwirkung) Schwarz, Rot und Weiß. Als Hintergrundfarbe dienen Beige bzw. Grau.

Schon am Logo der Website lassen sich Art und Zielgruppe der rechten Propaganda ablesen. Auf schwarz-grauem Camouflage-Hintergrund prangt der Schriftzug „Aktionsgruppe Rheinland“, darunter als Filmstreifen verkleinerte Fotos von Veranstaltungen. In der Mitte ein verfälschtes Symbol des politischen Gegners, der Antifa: Die rote und schwarze wehende Flagge, darum ein schwarzer Ring mit einem weißen Schriftzug. Während es bei dem Antifa-Logo „Antifaschistische Aktion“ heißt, lautet der Spruch der „AG-Rheinland“ „Nationale Sozialisten Bundesweite Aktion“. Über dem Ganzen ist auf einem stilisierten Spruchband „Revolution“ zu lesen. Rechts neben dem Plagiat des Antifa-Logos der Slogan „jung, rebellisch, revolutionär“ (in Rot und Weiß), dahinter ist die bekannte Zeichentrick-Figur „Homer Simpson“ zu sehen. „Homer“ zielt mit einem Colt auf den Betrachter. Hier wird absichtlich eine populäre Figur mit Wiedererkennungswert verwendet, um die Gruppe für Jugendliche spannender zu machen. Ingesamt gibt sich die Gruppe „rebellisch“ und „autonom“ sowie „antikapitalistisch“. Die eigentlichen Motive, welche fremdenfeindlich sind und Forderungen nach „Maßnahmen gegen Überfremdung“, welche das Erscheinungsbild der „AG Rheinland“ erst maßgeblich von dem linksradikaler Gruppen unterscheiden, tauchen nur sporadisch bzw. umschrieben auf.

read more »

Die Website der „National Alliance“

Posted in Hauptteil, Jahresarbeit, Rechte Inhalte im Netz on Februar 12th, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Da Inhalte im Internet nicht an nationale Grenzen gebunden sind, ist an dieser Stelle auch die, durchaus umfangreiche, Website der US-amerikanischen Organisation „National Alliance“ zu nennen. Diese neo-nazistische, rassistische und antisemitische Vereinigung wurde 1976 von Dr. William L. Pierce gegründet, welcher vor allem durch seine hetzerische Publikation „Die Turner-Tagebücher“ („The Turner Diaries“) bekannt wurde. Nach Pierces Tod 2002 übernahm Erich Gliebe den Posten des Vorsitzenden, welchen er bis heute offiziell inne hat. Die „National Alliance“ agiert nicht nur in den USA, sondern unterhält internationale Kontakte, z.B. nach Großbrittanien (zur BNP) und Deutschland (zur NPD).

read more »

Geschichte des Internets

Posted in Einleitung, Geschichte des Internets, Jahresarbeit on Februar 7th, 2009 by Constantin – Be the first to comment

Um die heutige Rolle und Bedeutung des Internets in der Medienlandschaft zu verstehen und nachvollziehen zu können, ist es hilfreich, sich seine Entstehungeschichte anzusehen. Denn mediengeschichtlich ist das Internet eine einmalige Entwicklung , welche sich im Gegensatz zu Medien wie Buchdruck, Rundfunk oder Fernsehen ständig von innen heraus erneuert. Unzählige Interessengruppen tauschen sich international aus und sind stets darum bemüht, die Infrastruktur, welche die Kommunikation ermöglicht, zu verbessern. Das geschieht meist auf freiwilliger Basis, weshalb sich die Gemeinde in der Vergangenheit eher schwerfällig auf gemeinsame Standards einigte.

Die Frühphase des Internets lässt sich auf die späten 50er -Jahre zurückführen, als sich die ersten Computer-Forscher Gedanken über ein neues Kommunikationskonzept machten. Bis in die 80er-Jahre hinein… read more »